
11.08.2026
Vorbild Vielohweg
Das Zukunftsquartier Vielohweg in Niendorf trägt seinen Namen zu Recht. Dies wurde einmal mehr durch den Besuch von Verbandsvertretern der Wohnungswirtschaft unterstrichen.
Im Rahmen seiner diesjährigen Sommerfachreise besuchte Axel Gedaschko, Präsident des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. (GdW), das Zukunftsquartier Vielohweg. Gemeinsam mit Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), informierte er sich vor Ort über das Projekt und tauschte sich mit fluwog-Vorstand Jörg Tondt, Felix Buth (Teamleitung Neubau bei der fluwog), Silke Bainbridge-Nott (VNW) und Marko Lohmann (Vorstand Baugenossenschaft Bergedorf-Bille, Vorsitzender des VNW-Landesverbands Hamburg) über aktuelle Herausforderungen des Wohnungsbaus in Hamburg aus.
Die Sommertour des GdW führt jedes Jahr zu ausgewählten Projekten der sozial orientierten Wohnungswirtschaft in ganz Deutschland. Dass der Vielohweg im Juli zu den Stationen gehörte, unterstreicht die Bedeutung des Quartiers als Vorbild für zukunftsweisenden Wohnungsbau.
Denn hier verbindet die fluwog die energetische Modernisierung der Bestandsgebäude mit dem Bau neuer, bezahlbarer Wohnungen und einer klimaneutralen Energieversorgung.
Für die Besucher besonders interessant war die Umsetzung des Hamburg-Standards für kostengünstiges Bauen. Am Vielohweg wird dieser erstmals unter realen Bedingungen erprobt. Ziel ist es, Baukosten zu senken und gleichzeitig eine hohe Wohnqualität zu gewährleisten. Dafür ging die fluwog neue Wege: Trotz Reduzierung der Decken- und Wandstärken konnte der erhöhte Schallschutz erreicht werden. Hierdurch wurden nicht nur Kosten eingespart, sondern auch graue Energie und damit CO2. Zu wesentlichen Einsparungen führte insbesondere der Verzicht auf ein Untergeschoss und die Tiefgarage. Sämtliche Abstellräume befinden sich in den Wohnungen. Technikräume wurden im Keller errichtet.
Auch im Bereich der Heizung, Warmwasserversorgung und Lüftung wurden pragmatische Ansätze verfolgt. Für die klimafreundliche Quartiersentwicklung erreichen die Neubauten einen sehr hohen energetischen Standard, werden mit Wärmepumpen beheizt und durch Photovoltaik ergänzt. Zudem wurde die Zahl der Auto-Stellplätze reduziert und durch ein modernes Mobilitätskonzept mit Carsharing ausgeglichen.
Jörg Tondt freute sich über das Interesse und betonte: „Für uns war der Besuch der Vertreter der Fachverbände eine besondere Anerkennung der bisherigen Arbeit. Zugleich bestätigte er, dass der eingeschlagene Weg hin zu innovativem, bezahlbarem und nachhaltigem Wohnungsbau bundesweit Beachtung findet.“
Galerie
Hoher Besuch im Vielohweg (v. li.): fluwog-Vorstand Jörg Tondt erklärt Andreas Breitner und Axel Gedaschko die Besonderheiten des Quartiers.
Für bezahlbares Wohnen ziehen sie an einem Strang (v. li.): Marko Lohmann, Silke Bainbridge-Nott, Jörg Tondt, Axel Gedaschko, Andreas Breitner und Felix Buth.